Wer Franziska Schmids Online-Journal/Blog Veggie Love verfolgt oder diverse newsfeeds verschiedener veganer Blogger bei Facebook oder über Twitter abonniert, ist sicher schon über den Begriff Bananenseide gestolpert. Franziska hat unter anderem hier etwas darüber geschrieben und wurde auch von der Nürnberger Zeitung zum Thema pflanzliche Rohstoffe in der Textilherstellung interviewt. Und da Christian Vagedes, Vorsitzender der Veganen Gesellschaft Deutschland e.V. in einem Beitrag über veganes Leben der Pro7 Sendung Galileo ebenfalls über Bananenseide spricht und dabei einen ziemlich coolen Bananenseidenschal in die Kamera wedelt,  bin ich dann endlich auch mal selbst etwas neugierig geworden und habe mich auf die Suche nach ebendiesem Schal gemacht.
Schals sind ja sowieso gerade nicht mehr von den Hälsen der weiblichen (- und stellenweise auch der männlichen) Bevölkerung wegzudenken, gerade heute, bei 25 Grad und Sonne, sah ich mehrere beschalte Hälse durch die Fußgängerzone marschieren. Ich selbst habe stehe zwar nicht auf Schals und Schwitznacken bei Hochsommertemperaturen, bin aber ganz grundsätzlich einer Halsbedeckung nicht abgeneigt und suche sowieso schon lange nach sowas in brauner Farbe.

Doch zunächst: Was ist eigentlich Bananenseide? Meine Suchmaschine führte mich unter anderem auch zum Blog der Firma Hess Natur, aus dem ich jetzt einfach mal zitiere:

Die Bananenfaser erinnert an Wildseide. Nach der Ernte der Bananen werden aus dem Stamm der Pflanze die langen Faserhaare herausgewaschen, aus denen dann das feine Garn gesponnen wird. Im Grunde ist es eine Verwertung von Überflüssigem, ja Müll, denn die Bananenpflanzen werden nach der Bananenernte zurückgeschnitten. Diese zusätzliche Verwertung von Pflanzenteilen tut unserer Umwelt besonders gut, es belastet sie nicht weiter.

Bei Hess Natur gibts also Bananenseidenschals, und das für nur 19,90 Euro pro Schal. Für diejenigen, die den Artikel auf dem Hess Natur Blog nicht lesen wollen: Die Bananenseide wird in den Werkstätten des Lepravereins New SADLE in Nepal in gewebt; an Lepra erkrankte und gesunde Menschen arbeiten dort zusammen und soweit ich das sehe, hat Hess Natur auch einen deutschen Trägerverein gegründet, die die Arbeit in Nepal unterstützt.
Den Schal gibt es in 5 verschiedenen Farben, unter anderem auch in einem lustigen gelbgrün und einer Art himbeerfarben. Ich denke, ich werde mir bei Gelegenheit die braune Variante bestellen und vielleicht einen Schal mehr, denn ich glaube, dass sowas (noch) ein sehr außergewöhnliches und spezielles Geburtstagsgeschenk sein könnte.

Und hier zum Abschluss noch ein Bild von diesen Schals (- wieder für all diejenigen, die die Links nicht durchklicken möchten):

Bananenschal_mit_Bio_Baumwolle-33536_71_7

Hübsch, nicht?